Customer Experience · 2 October 2026
Alaska Air lässt Treuepunkte-Mitglieder entscheiden, wie ihre Punkte anfallen
Alaska Airlines ermöglicht es Atmos Rewards-Mitgliedern, zu wählen, ob ihre Treuepunkte nach Entfernung, Ticketpreis oder Flugsegmenten berechnet werden, um die Gutschrift an individuelle Reisegewohnheiten anzupassen.
Was ist passiert
Alaska Airlines führt für sein Treueprogramm Atmos Rewards eine neue Flexibilität bei der Punktevergabe ein: Mitglieder können künftig selbst wählen, auf welcher Grundlage sie Meilen sammeln möchten – nach zurückgelegter Distanz, nach Ticketpreis oder nach Anzahl der Flugsegmente. Damit verschiebt die Airline die Entscheidung über das Belohnungsmodell vom Unternehmen zum einzelnen Kunden.
Bisher folgen die meisten Vielfliegerprogramme einem einheitlichen, vom Anbieter festgelegten Abrechnungsmodus. Alaska Airlines bricht mit diesem Standard und erlaubt es Atmos-Rewards-Mitgliedern, die Methode zu wählen, die am besten zu ihrem individuellen Reiseverhalten passt.
Warum das wichtig ist
Für Vielflieger mit kurzen, aber teuren Strecken kann eine Abrechnung nach Ticketpreis vorteilhafter sein, während Reisende mit vielen längeren Flügen von einer distanzbasierten Berechnung profitieren. Indem Alaska Airlines diese Wahlmöglichkeit einräumt, reagiert die Airline auf die Tatsache, dass ein starres Belohnungsmodell nie alle Kundensegmente gleich gut bedient.
Für Verantwortliche in Customer Experience und Loyalty-Management zeigt der Schritt, wie Personalisierung über reine Kommunikation oder Angebote hinausgehen kann – hin zu strukturellen Entscheidungen über das Programm-Design selbst. Das deutet darauf hin, dass Treueprogramme künftig stärker als konfigurierbare Systeme statt als starre Regelwerke gedacht werden könnten.
Die Einschätzung von Renascence
Der eigentliche Wert dieser Änderung liegt weniger in der Mechanik der Punkteberechnung als in dem psychologischen Signal, das sie sendet: Kontrolle wird an die Mitglieder zurückgegeben.
Die meisten Loyalty-Programme optimieren ihre Regeln für die Bilanz des Unternehmens, nicht für die Wahrnehmung der Mitglieder – und genau das führt zu Frustration, wenn Kunden spüren, dass ein starres System nicht zu ihrem Verhalten passt. Indem Alaska Airlines die Wahl explizit macht, verringert sie das Gefühl von Willkür und erhöht die gefühlte Fairness, selbst wenn sich die tatsächlich ausgezahlten Punkte kaum ändern. Entscheidend wird sein, ob die Wahlmöglichkeit einfach, verständlich und jederzeit anpassbar bleibt – wird sie zu komplex, kehrt sich der Vorteil ins Gegenteil um und erzeugt neue Entscheidungsmüdigkeit statt Vertrauen. Andere Anbieter sollten das weniger als Vorlage für neue Tarifmodelle lesen als als Beleg dafür, dass wahrgenommene Autonomie oft stärker auf die Markenbindung wirkt als der reine monetäre Gegenwert eines Programms.
Sources
This briefing was written by our Newsdesk, synthesising reporting from the outlets below. Follow the links for the original coverage.
More in Customer Experience
Stay ahead of CX
Get the signal, not the noise.
The stories shaping customer experience — plus the Journal and Experience Loom — in your inbox.
