Banking · 10 August 2026
BNY führt blockchain-basierten Transfer-Agency-Service ein
BNY hat einen neuen Transfer-Agency-Service auf Blockchain-Basis vorgestellt, der Verzögerungen und mangelnde Transparenz bei der Verwaltung von Fondsregistern beheben soll.
What happened
BNY hat einen neuen, auf Blockchain-Technologie basierenden Transfer-Agency-Service eingeführt, der die Verwaltung von Fondsregistern modernisieren soll. Mit dem Angebot will die Bank Verzögerungen bei der Abstimmung von Transaktionen sowie mangelnde Transparenz in bestehenden Prozessen adressieren – zwei Faktoren, die das Vertrauen von Investoren in Fondsverwaltungsprozesse beeinträchtigen können.
Der Dienst zielt darauf ab, klassische, oft manuelle und fragmentierte Abläufe der Transferstellenfunktion durch eine gemeinsame, verteilte Datenbasis zu ersetzen. Dadurch sollen Aufzeichnungen zu Fondsanteilen und Transaktionen konsistenter und nachvollziehbarer werden.
Why it matters
Für das Customer Experience Management im Finanzsektor ist dieser Schritt bemerkenswert, weil er ein grundlegendes Vertrauensproblem adressiert: Investoren erwarten heute Echtzeit-Transparenz über ihre Bestände, ähnlich wie sie es aus Konsumenten-Apps kennen. Verzögerte oder unklare Abstimmungen bei Fondsanteilen erzeugen Unsicherheit und erhöhen den Bedarf an Rückfragen und manueller Kundenbetreuung.
Aus verhaltensökonomischer Sicht wirkt Unsicherheit über den eigenen Vermögensstatus stärker negativ auf das Vertrauen als ein tatsächlicher Fehler – Menschen reagieren empfindlicher auf fehlende Kontrolle und Nachvollziehbarkeit als auf Verzögerungen selbst. Eine belastbarere, transparentere Dateninfrastruktur kann daher nicht nur operative Effizienz schaffen, sondern auch die wahrgenommene Verlässlichkeit eines Anbieters stärken.
The Renascence take
Viele Institute behandeln Infrastruktur-Modernisierung als reines Backoffice-Thema. Doch gerade in der Vermögensverwaltung ist die Datenschicht zugleich die Vertrauensschicht der Kundenbeziehung.
Was hier oft übersehen wird: Der eigentliche Experience-Gewinn liegt nicht in der Blockchain selbst, sondern darin, dass Investoren erstmals einen einheitlichen, geprüften „Wahrheitsstand" ihrer Anteile sehen können – ohne auf Bestätigungen von mehreren Mittelsmännern warten zu müssen. Anbieter, die es ernst meinen mit Kundenorientierung, sollten diese technische Umstellung nutzen, um Reporting-Oberflächen und Kommunikationsflüsse für Endanleger sichtbar zu vereinfachen – sonst bleibt der Vertrauensgewinn im Maschinenraum verborgen, statt beim Kunden anzukommen.
Sources
This briefing was written by our Newsdesk, synthesising reporting from the outlets below. Follow the links for the original coverage.
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