Markenerlebnis · 14. September 2026
Publicis Groupe UK gründet Brand-Experience-Agentur St Marks Studios
Publicis Groupe hat in Großbritannien mit St Marks Studios eine eigenständige Agentur für Brand Experience gegründet und bündelt Marken- und Erlebnisdesign damit erstmals in einer eigenen Einheit.
Was ist passiert
Publicis Groupe hat in Großbritannien eine neue Agentur mit dem Namen St Marks Studios gegründet, die sich innerhalb des britischen Netzwerks gezielt auf Brand Experience konzentriert. Die Gründung reiht sich in eine breitere Bewegung großer Holding-Konzerne ein, ihre Kreativ- und Digitalkompetenzen neu um erfahrungsorientierte Studios zu bündeln.
Mit St Marks Studios schafft Publicis UK eine eigenständige Einheit, die Markenerlebnis als zentrales Angebot positioniert, statt es als Zusatzleistung innerhalb bestehender Agenturstrukturen zu behandeln. Damit folgt der Konzern einem Trend, bei dem Experience-Design zunehmend als eigenständige, kommerziell relevante Disziplin verstanden wird.
Warum das wichtig ist
Die Neugründung zeigt, wie stark sich große Kommunikations- und Werbekonzerne derzeit umbauen, um Brand Experience nicht länger als Randthema, sondern als eigenes Geschäftsfeld zu führen. Für Marken bedeutet das ein wachsendes Angebot spezialisierter Partner, die Marken- und Erlebnisdesign nicht getrennt, sondern integriert denken.
Für Führungskräfte in Experience, Digital und Transformation ist die Entwicklung ein Signal: Die Grenzen zwischen klassischer Kreativagentur, Digitalberatung und Service-Design verschwimmen weiter. Wer heute über Markenführung entscheidet, entscheidet zunehmend auch über Erlebnisarchitektur – von der Kampagne bis zum Kundenkontaktpunkt.
Die Einschätzung von Renascence
Dass ein Holding-Konzern wie Publicis eine eigene Experience-Studio-Marke aufsetzt, ist mehr als ein organisatorischer Kniff – es ist ein Bekenntnis dazu, dass Markenwahrnehmung heute im gelebten Erlebnis entsteht, nicht allein in der Kampagne.
Viele werden diese Gründung als reines Agentur-Rebranding lesen. Der eigentliche Punkt liegt woanders: Wenn große Netzwerke Brand Experience als separates, eigenständig vermarktbares Geschäft aufbauen, erkennen sie an, dass Kunden Marken nicht mehr über Werbung, sondern über konsistente, gestaltete Interaktionen erleben. Für Unternehmen heißt das: Wer Markenführung und Service-Design weiterhin in getrennten Budgets und Teams organisiert, verschenkt genau die Kohärenz, die solche neuen Studio-Modelle versprechen. Kundenorientierte Organisationen sollten prüfen, ob ihre eigene Struktur diese Verbindung zwischen Marke und Erlebnis bereits abbildet – oder ob sie hier den Agenturen um Jahre hinterherhinken.
Quellen
Dieses Briefing wurde von unserem Newsdesk verfasst und fasst die Berichterstattung der unten genannten Quellen zusammen. Folgen Sie den Links für die Originalberichte.
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