Kundenerlebnis · 13. September 2026
Macy's: NPS steigt nachhaltig nach Filial-Renovierungen
Der Net Promoter Score von Macy's verbessert sich seit dem Filial-Renovierungsprogramm nicht nur kurzfristig, sondern über mehrere Berichtszeiträume hinweg – ein Hinweis auf strukturelle statt kosmetische Effekte.
Was ist passiert
Der Net Promoter Score (NPS) von Macy's steigt weiter an – und zwar im Anschluss an das laufende Programm zur Renovierung der Filialen des US-Warenhauskonzerns. Das berichtet Customer Experience Dive und stützt sich dabei auf aktuelle Kennzahlen des Unternehmens.
Bemerkenswert ist dabei weniger der einzelne Wert als der Verlauf: Die Verbesserung der Kundenzufriedenheit zeigt sich nicht als kurzfristiger Ausschlag nach der Wiedereröffnung einzelner Standorte, sondern als anhaltender Trend über mehrere Berichtszeiträume hinweg. Das deutet darauf hin, dass die Investitionen in das Filialerlebnis nachhaltig auf die Kundenwahrnehmung einzahlen, statt lediglich einen kurzfristigen Neuheitseffekt zu erzeugen.
Warum das wichtig ist
Für Handelsunternehmen, die derzeit über physische Standorte in Zeiten des E-Commerce nachdenken, liefert Macy's einen konkreten Beleg dafür, dass gezielte Investitionen in das stationäre Erlebnis messbar auf die Kundenbindung wirken können. Ein kontinuierlich steigender NPS über mehrere Perioden ist ein stärkeres Signal als ein einmaliger Ausreißer – er deutet auf strukturelle statt kosmetische Verbesserungen hin.
Für Verantwortliche in Customer Experience und Service Design ist die Erkenntnis relevant, dass Ladenrenovierungen offenbar nicht nur die Optik, sondern das tatsächliche Kundenerlebnis vor Ort verändern – etwa durch bessere Warenpräsentation, Personalressourcen oder Prozessabläufe. Das macht den Fall zu einem Referenzpunkt für die Frage, wie sich physische Transformationsprogramme im Einzelhandel wirtschaftlich rechtfertigen lassen.
Die Einschätzung von Renascence
Die eigentliche Nachricht liegt nicht im Anstieg selbst, sondern in seiner Dauerhaftigkeit. Viele Handelsunternehmen feiern kurzfristige NPS-Sprünge nach Store-Relaunches, ohne zu prüfen, ob der Effekt über die erste Euphorie hinaus Bestand hat.
Ein NPS, der über mehrere Zyklen hinweg steigt, ist ein Indiz dafür, dass sich tatsächlich etwas im Kundenerlebnis verändert hat – nicht nur die Fassade. Entscheidend ist, dass Renovierungsprogramme an operative Standards gekoppelt werden: Personalschulung, Bestandsverfügbarkeit, Servicequalität. Wer nur die Ladenfläche erneuert, aber die dahinterliegenden Prozesse unangetastet lässt, wird den Effekt nicht halten können. Handelsunternehmen sollten NPS-Verläufe pro Standort und über die Zeit tracken, statt sich auf Durchschnittswerte kurz nach der Wiedereröffnung zu verlassen.
Quellen
Dieses Briefing wurde von unserem Newsdesk verfasst und fasst die Berichterstattung der unten genannten Quellen zusammen. Folgen Sie den Links für die Originalberichte.
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