AI · 8 November 2026
Fast 70 % der Beschäftigten nutzen KI – Zeit zum Lernen fehlt oft
Laut Workera nutzen fast 70 Prozent der Beschäftigten KI regelmäßig, viele haben aber keine Zeit zur Weiterbildung. Erstmals berichtete ZDNET über die Untersuchung.
Was geschehen ist
Laut einem Bericht von Workera nutzen inzwischen fast 70 Prozent der Beschäftigten KI regelmäßig, doch viele von ihnen geben an, dass ihnen dafür keine Zeit zur Weiterbildung eingeräumt wird. Über die Untersuchung berichtete zuerst ZDNET.
Der Befund zeigt eine Schere zwischen dem tatsächlichen KI-Einsatz im Arbeitsalltag und den Bedingungen, unter denen Mitarbeitende ihre Kompetenzen weiterentwickeln können. Die Nutzung ist also bereits verbreitet, während der strukturierte Kompetenzaufbau vielerorts hinterherhinkt.
Außerdem gehen die Vorstellungen von Unternehmen und Beschäftigten darüber auseinander, wie KI-Weiterbildung organisiert werden sollte. Das deutet darauf hin, dass es nicht nur an Lernangeboten fehlt, sondern auch an einer gemeinsamen Vorstellung davon, was Qualifizierung im KI-Zeitalter konkret bedeutet.
Warum es relevant ist
Für Führungskräfte in den Bereichen Experience, KI und digitale Transformation ist die zentrale Erkenntnis, dass Technologie schneller eingeführt wird als die Arbeitsweise, die sie tragen soll. Wenn Beschäftigte KI nutzen, ohne dafür Zeit und Anleitung zu erhalten, entstehen ungleiche Kompetenzen, Improvisation und Unsicherheit, was sich unmittelbar auf Servicequalität und interne Abläufe auswirkt.
Für die Gestaltung von Weiterbildung bedeutet das, dass Lernen als Teil der Arbeit selbst verstanden werden muss und nicht als zusätzliche Aufgabe nach Feierabend. Die Frage, wer die Zeit dafür bereitstellt und wie der Nutzen gemessen wird, dürfte für den Erfolg von KI-Initiativen mindestens so wichtig sein wie die Auswahl der Werkzeuge.
Die Renascence-Sicht
Die meisten Diskussionen über KI-Kompetenz drehen sich um Tools und Schulungsinhalte. Der eigentliche Engpass liegt jedoch oft im Kalender: Wer keine geschützte Lernzeit hat, lernt nebenbei, und nebenbei gelernte Fähigkeiten bleiben oberflächlich.
Die Lücke ist weniger ein Wissensproblem als ein Designproblem. Organisationen, die Weiterbildung wie ein Serviceerlebnis für ihre eigenen Mitarbeitenden gestalten, mit klaren Zeitfenstern, konkreten Anwendungsfällen und sichtbarem Nutzen, werden KI schneller in den Alltag bringen. Wer hingegen einfach Lizenzen verteilt und auf Eigeninitiative setzt, verwechselt Zugang mit Kompetenz. Der nächste Schritt sollte deshalb sein, Lernzeit im Dienstplan zu verankern und Unternehmens- wie Beschäftigtenperspektive in einem gemeinsamen Programm zusammenzuführen.
Sources
This briefing was written by our Newsdesk, synthesising reporting from the outlets below. Follow the links for the original coverage.
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