Customer Service · 21 September 2026
Stonly führt Business Process Agents zur Automatisierung komplexer Kundenserviceprozesse ein
Stonly hat Business Process Agents eingeführt, KI-Agenten, die darauf ausgelegt sind, mehrstufige Kundenservice-Workflows wie Rückgaben und Abrechnungsstreitigkeiten zu automatisieren, statt nur einzelne Anfragen zu beantworten.
Was ist passiert
Der Customer-Support-Anbieter Stonly hat mit den „Business Process Agents“ eine neue Kategorie von KI-Agenten vorgestellt, die nicht mehr nur einzelne Kundenanfragen beantworten, sondern komplette, mehrstufige Serviceprozesse selbstständig durchführen sollen. Als Beispiele nennt das Unternehmen typische Abläufe wie Rücksendungen oder die Klärung von Rechnungsstreitigkeiten – Prozesse, die üblicherweise mehrere Schritte, Systeme und Entscheidungen umfassen.
Laut Stonly unterscheiden sich diese Agenten von klassischen Chatbots oder einfachen Frage-Antwort-Systemen dadurch, dass sie einen gesamten Vorgang von Anfang bis Ende begleiten können, statt nur isolierte Informationen bereitzustellen.
Warum das wichtig ist
Der Schritt markiert eine Weiterentwicklung im Einsatz von KI im Kundenservice: weg von reiner Informationsbeschaffung, hin zur eigenständigen Ausführung ganzer Geschäftsprozesse. Für Unternehmen bedeutet das, dass wiederkehrende, aber komplexe Abläufe – die bislang menschliche Bearbeitung über mehrere Touchpoints hinweg erforderten – potenziell durchgängig automatisiert werden können, ohne dass Kundinnen und Kunden zwischen verschiedenen Kanälen oder Ansprechpartnern wechseln müssen.
Für Verantwortliche in Experience, KI und digitaler Transformation ist das ein Hinweis darauf, wie sich der Markt für KI-Agenten weiterentwickelt: Anbieter positionieren ihre Systeme zunehmend als Prozess-Automatisierer, nicht nur als Gesprächspartner. Das verschiebt die Fragestellung von „Kann die KI antworten?“ zu „Kann die KI handeln – zuverlässig, nachvollziehbar und im Einklang mit internen Regeln?“.
Die Einschätzung von Renascence
Die eigentliche Herausforderung liegt selten in der Technik, sondern in der Prozessarchitektur dahinter. Wer einen Agenten eine Rückerstattung oder einen Rechnungsstreit abwickeln lässt, muss vorher Regeln, Eskalationswege und Haftungsfragen klar definiert haben – sonst automatisiert man lediglich Unklarheit schneller.
Multi-Step-Agenten sind kein Technologie-Update, sondern ein Test für die Prozessdisziplin eines Unternehmens: Wo interne Abläufe bislang von menschlichem Ermessen und stillschweigenden Ausnahmen lebten, zwingt die Automatisierung zu expliziten Regeln. Verantwortliche sollten deshalb zuerst prüfen, ob ihr Rückgabe- oder Reklamationsprozess überhaupt so eindeutig dokumentiert ist, dass ihn eine Maschine korrekt und im Sinne der Kundenerwartung ausführen kann – bevor sie ihn an einen Agenten übergeben.
Sources
This briefing was written by our Newsdesk, synthesising reporting from the outlets below. Follow the links for the original coverage.
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